Maryam Khaleghi Yazdi
Chernobyl’s Gifts
One of the most important question in the world that doesn’t have any answer is: How much does it cost to develop the world? Please see the costs at this poster and judge!
Iran
2012
Joris Scholz
Krieg zahlt sich aus
Bomben fallen, Menschen fliehen, Städte zerbrechen – Krieg ist die pure Katastrophe. Für Millionen bedeutet er Schmerz, Verlust und Angst. Doch nicht für alle. Es gibt jene, die am Leid verdienen: Aktionäre, deren Investitionen in Rüstungskonzerne Höchstgewinne bringen. Staatschefs, die unter dem Deckmantel des Friedens Rohstoffe und Macht sichern. Banken, die mit Krediten für Waffengeschäfte ihren Profit vermehren. Solange man mit Krieg Geld verdienen kann, warum sollte es dann Frieden geben?
Deutschland
2025
Timo Berry
Final Disposal
Finnland
2010
Valerie Kemper
ICH/WIR
Das Plakat „ICH/WIR“ setzt ein deutliches Zeichen in einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt zunehmend zu erodieren scheint. In überdimensionierten, weißen Buchstaben schreit uns das „ICH“ förmlich entgegen – laut, dominant, unübersehbar. Erst beim zweiten Blick entdeckt man das kleine „WIR“ in der unteren Ecke: leise, fast übersehen.
Das Plakat ist ein kritischer Kommentar zur zunehmenden gesellschaftlichen Gleichgültigkeit, Vereinzelung und zum Verlust kollektiver Verantwortung, die durch eine zunehmende Ich-Bezogenheit gefördert werden. In einer Zeit, in der individuelle Belange häufig über das kollektive Wohl gestellt werden, fordert es dazu auf, das „WIR“ nicht aus dem Blick zu verlieren.
Deutschland
2025
Martin Rybacki
Truth
Eine Person ist sichtlich nervös und sogar erschrocken vor dem, was sich nach dem Öffnen der Verpackung da auf dem Tisch offenbart – so sehr, dass sie es kaum wagt hinzuschauen. Meine Idee befasst sich mit dem Individuum und seinem Widerwillen und seiner Angst davor, persönliche Verantwortung für die (oft brutale) Wahrheit im eigenen Leben zu übernehmen. Die Gelegenheit für diese Verantwortung offenbart sich nicht nur in schwierigen, sondern ebenso in scheinbar trivialen Momenten. Ich glaube daran, dass es schlimme individuelle und globale Folgen hat, wenn man sich dieser Verantwortung der Wahrheit gegenüber entzieht.
Deutschland
2017
Verena Mack
Human Parasite
Das Plakat kündigt mit einem Augenzwinkern zu reißerischen Monsterfilmpostern die Vernichtung der Erde durch den Menschen an. Denn das erschreckendste Monster ist nicht der nächste Godzilla, sondern der Mensch. Sabbernd frisst er sich im Zeitalter des Anthropozän unersättlich durch die Erde. Gierig schlingen sich die Arme und Beine des Parasiten durch die Erde, während diese langsam zerfließt. Ressourcenknappheit, Klimawandel und Artensterben sind mittlerweile Themen des Alltags, welche dringend radikalere Maßnahmen fordern. Denn das Ende der Welt kommt nicht dramatisch wie im Katastrophenfilm, sondern langsam und allmählich mit jedem Tag, an dem die Erde weiterhin auf den maximalen Profit ausgequetscht wird.
Deutschland
2021
Lilia Kraus
Was für eine wunderbare Welt!
Dieses Plakat wurde entworfen um die Doppelmoral, wie man Tiere behandelt, zu zeigen.
Eltern erziehen ihre Kinder mit Bilderbüchern, die nette Tiere und glückliche Menschen zeigen. Es wird ihnen eine wunderschöne Welt präsentiert, in der Mensch und Tier in Harmonie zusammen leben.
In Wahrheit aber wird kein zweiter Gedanke an die niedlichen kleinen Schweine, Schafe und Hühner verschwendet, wenn sie auf unserem Frühstücksbrot oder in unseren zum Mittag-und Abendessen landen.
Wir leben eine Illusion einer harmonischen Welt, von uns selbst kreiert, und halten unsere Augen geschlossen am Schaden der Tieren zugeführt wird.
Deutschland
2014
Kristina Wedel, Bartholomäus Zientek
Polskandal
Schaut man nach Polen die Tage, sieht man ein Skandal nach dem anderen geschehen. Unterdrückung und Demokratieverfall im Herzen Europas.
Deutschland
2016
Agnieszka Ziemiszewska
Politische Ansichten
Kein Kommentar!
Polen
2014
Matthias Diedrichs
Pure life
Nestlé ist Branchenführer im riesigen Markt der Flaschenwasser-Hersteller. Entgegen ihrem Image als umweltbewusster und ressourcenschonender Trinkwasserversorger, kauft Nestlé Nutzungsrechte an Wasservorkommen für wenig Geld, schließt die lokale Bevölkerung vom direkten Bezug der Ressource aus ‒ nur um ihnen anschließend das selbe Wasser, verpackt in Plastikflaschen, wieder zu verkaufen.
Dies alles geschieht zudem ohne Rücksicht auf die Umwelt, Beispielsweise wenn das Unternehmen die Quellen zusätzlich anbohrt um mehr Wasser als auf dem natürlichen Wege zu gewinnen. Dabei trocknen ganzen Landstriche aus, Ernten bleiben aus, ganze Ökosysteme sterben und Quellen haben keine Zeit sich wieder zu regenerieren.
In dem Bewusstsein, dass wahrscheinlich bereits 2025 ca. 3 Milliarden Menschen unter Wassermangel leiden werden, treibt Nestlé die Privatisierung und auch Monopolisierung dieser wichtigen Ressource stetig voran. Leider wird über dieses Thema nur sehr wenig berichtet und gesprochen.
Für mein Plakat habe ich das Logo von Nestlé der Realität angepasst, und den Slogan von „Good Food, Good Life“ zu „Control Water, Control Life“ umgewandelt. Wer das Wasser kontrolliert, kontrolliert das Leben.
Deutschland
2011
Damian Kłaczkiewicz
Lasst uns Gutes schaffen
Die Kelle ist ein Werkzeug zum Bauen. Indem wir sie mit dem Symbol des Guten – der Liebe – verbinden, gewinnen wir die Kraft einer mächtigen Botschaft.
Gutes zu schaffen ist sowohl unglaublich einfach als auch unglaublich schwer. Aber ich glaube, dass wir nur durch diesen Akt – durch den Aufbau des Guten – im wahrsten, humanistischsten Sinne menschlich bleiben können.
Polen
2025
Henrik Tersteegen
»Modus Operandi«
Die kapitalistische Verwertungslogik steuert uns zunehmend destruktiver auf den Abgrund der Selbstauslöschung zu. Der moderne Mensch verharrt in einer Haltung des passiven Aushaltens und der scheinbar bequemen Selbsttäuschung, wenn die Alternative eine notwendige Revolution wäre. Wir bleiben gelassen wie Hindukühe und betreiben business as usual.
Deutschland
2015
Peter Brücker
Freedom
Immanuel Kant, Voltaire, David Hasselhoff, Joachim Gauck, James Doakes, …
Deutschland
2012
Fabian Krauss
Fee F®ee
Konzerne profitieren, Menschen verlieren!
Deutschland
2015
Manuel Gensheimer
Reality reminder
Identifizierst du dich schon so stark mit deinem Handy, dass du dir ein Leben ohne es nicht vorstellen kannst? Dann solltest du deine Beziehung zu diesem Ding überdenken.
Dieses Poster gibt es wirklich. Nicht nur in der digitalen Welt. Es zeigt dir den Weg zurück in die Realität.
Deutschland
2018
Miguel Angel Rangel
Identität
Dieses Plakat thematisiert den Verlust von Meinung und Urteilsvermögen der Menschen. Es geht um eine Krise der Identität, die entsteht, wenn Menschen ohne eigenen Standpunkt auf Befehle reagieren und diese weitergeben. Dies ist aktuell gesellschaftlich und politisch dort zu erkennen, wo man blind einer Bewegung folgt, da sie „das Richtige“ ist und nichts mehr hinterfragt.
Mexiko
2017
Illia Vaniushyn
Der orangefarbende Präsident
Unter dem polierten Anzug und dem Kunsthaar verbirgt sich Fäulnis. Dieses Plakat zerbricht die Illusion und enthüllt einen Mann, der nicht von Ethik, sondern von seinem Ego getrieben wird. Schimmel wächst, wo er nicht hingehört. Er schmeichelt mit Lügen, drückt sich vor der Verantwortung und spielt beide Seiten zu seinem persönlichen Vorteil aus. Das ist keine Diplomatie – es ist Fäulnis, die sich als Führung ausgibt. Ein Porträt eines Mannes, der laut spricht und von innen heraus verfällt. Meine Damen und Herren: der orangefarbene Präsident.
Ukraine
2025
Michael Kunz & Emanuel Heim
Rest
„Fisches Nachtgesang” Gedicht von Christian Morgenstern
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Schweiz
2014
Michael Reichen
Teufelskreis
Eingesperrt sein in einer fundamentalistisch ausgelegten Religion und sich dabei unfehlbar fühlen und sich aus der Verantwortung stehlen.
Schweiz
2016
Damla Polat
Plastic Ocean
Vom Menschen gemachte globale Katastrophe.
Schweiz
2013
Michelle Mechler
Wie gemalt
Das Ziel von Wie gemalt ist es, Bewusstsein für häusliche Gewalt zu schaffen und zum Nachdenken über ihre Komplexität anzuregen. Dazu zeigt es eine scheinbar idyllische ’Mutter-Vater-Kind‘- Szene im Stil einer kindlichen Buntstift-Zeichnung, die durch subtile Details auf eine bedrückende Realität schließen lässt.
Deutschland
2025
Lea Boberschmidt
Eisschmelze
Unser Eis schmilzt so schnell wie nie und das hauptsächlich ausgelöst von unserem massenhaften CO2-Ausstoß. Die Klimaerwärmung zeigt sich in einigen schwerwiegenden Folgen, wie beispielsweise das rasante schmelzen der Gletscher.
Wenn wir nicht bald anfangen umweltbewusst zu handeln, werden unsere aufgeschobenen Probleme zu zukünftig existenziellen Ängsten.
Deutschland
2019
Max Hathaway
Debile Zeiten
Wutschnaubende Stiere verlangen nach roten Tüchern, und rote Tücher benötigen fachkundige Führung. Das Vieh will getrieben werden.
Schwache Sinne suchen Sinn im Irrsinn der Übervölkerung und der digitalen Gleichschaltung. Wer winselt, der bekommt eine dicke Zitze ins Maul gesteckt. Da kommt heiße Luft raus. Das muss reichen.
Deutschland
2016
Payam Abdolsamadi
United colors of iranian women
Iranian women are forced to wear veil which should be cover the hair and body. When a person doesn’t have minimum of liberty to choose her dress, how could she be a dynamic person?This person with a such a black background couldn’t be effective in the social,economical,political,arenas of her life.But our Iranian women don’t desist from the struggle-our coloured revolution fight without violence.
Finnland
2011
Michael Allocca
Standby Fukushima
Die Katastrophe für Mensch und Natur in Japan ist nur wenige Monate alt, aber medial weitestgehend schon wieder vergessen. Das Plakat soll uns das Schicksal und die noch ungeklärten folgen für Mensch und Natur wieder ins gedächtniss rufen. Zugleich weißt das Plakat auch darauf hin, das die atomare Katastrophe in fukushima nicht behoben quasi nicht “abgeschaltet” ist.
Deutschland
2011
Dominic Achilles
Big Brother is watching You
Willst Du wirklich in einem Überwachungsstaat leben, Deine Privatsphäre und Freiheit aufgeben für eine vorübergehende vorgetäuschte Sicherheit?
Deutschland
2013
Max Hathaway
19-year-old Moroccan woman looked nervous as she waited in line at the land border crossing in Ceuta
Als die Grenzbeamten den Koffer im Gepäckscanner durchleuchteten, entdeckten sie den Jungen darin. Die Frau und der Vater des Kindes, der sich kurze Zeit später zeigte, wurden von der Guardia Civil festgenommen. Wie sich dann herausstellte, sind die Beiden ein Ehepaar. Die internationale Nachrichtenagentur Associated Press verbreitete ein Foto, das den Bildschirm des Gepäckscanners zeigt. Der Ausschnitt des Bildes, der das Kind im Koffer zeigt wurde digital herausgetrennt, perspektivisch begradigt, in Kontrast und Helligkeit korrigiert und mit einem Farbraster-Filter bearbeitet.
Deutschland
2015
Tony Futura
Mitläufer
Sich nicht als Nazi zu sehen, bedeutet nicht, dass man offen rassistische Äußerungen von sich geben darf und der Satz „Ich hab nichts gegen Ausländer, aber …“ endet meist mit dem genauen Gegenteil. Ein Plakat, das besorgte Bürger daran erinnert, wie andere Bürger sie tatsächlich sehen.
Deutschland
2016
Mado Klümper
On the other side
Beim Versuch die andere Seite des Mittelmeeres zu erreichen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben, zahlen Flüchtlinge oft einen hohen Preis; ihr eigenes Leben. Sie könnten eine andere Seite erreichen, jedoch eine Seite ohne Ufer.