Mario Moths

#•••––•••

Zehntausende von Flüchtlingen machen sich auf den gefährlichen Weg über das Mittelmeer nach Europa. In den letzten Jahren ist die Zahl der Boat-People stark angestiegen, und die Zahl der ertrunken Flüchtlinge steigt. Das »SOS« Zeichen am Horizont des Mittelmeers ist Hilferuf und Hoffnungsträger gleichermaßen und fordert zur Unterstützung auf.

Deutschland
2015

Michel Domeisen

Sicher Angelegt

Die Schweiz ist aufgrund des unregulierten Rohstoffhandelsplatzes und der fehlenden Finanztransparenz ein Paradies für russische Oligarchen. Trotz Putins Angriffskrieges in der Ukraine zeigen die Schweizer Behörden wenig Interesse daran, russisches Geld in der Schweiz aufzuspüren. Bislang wurde bloß ein kleiner Bruchteil des vermuteten Vermögens eingefroren. Die Schweiz dient auch in Kriegszeiten als sicherer Hafen für das Geld all derjenigen, die Putins totalitäre und imperialistische Politik unterstützen, und die Kriegsmaschinerie des Kremls maßgeblich mitfinanzieren.

Schweiz
2023

Déborah Mayer

Zukunftsvision

Ritalin ist »das« Mode-Medikament unserer Zeit, welches meiner Meinung nach viel zu oft und viel zu schnell aktiven Kindern verabreicht wird, um sie der Norm anzupassen. In meinem Plakat wird im hyperrealistischen Stil eine Zukunft dargestellt, in der Ritalin als grundlegende Zutat in Produkten für Kinder eingesetzt wird. So beispielsweise in der schweizweit bekannten Eissorte »Rakete« von Frisco (Nestlé).

Schweiz
2015

Burkhard Hauke

Arwutreichtum

Reicher Mann und armer Mann
standen da und sah´n sich an.
Und der Arme sagte bleich:
‚Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.’

(Bertolt Brecht)

Deutshland
2011

Kai Bergmann

Hund

“Plakate sind interaktiv.
Und provokativ.
Dieses mal nicht dekorativ.
Aber dafür plakativ.

Deutschland
2011

Lynn Lehmann & Dennis Gärtner

Keine Grenzen

Die EU umfasst einige der reichsten Länder der Welt und verfügt über umfangreiche Ressourcen, Wissen und Wohlstand. Wir betrachten uns als demokratische Gesellschaften, welche Werte wie Menschenwürde, Freiheit und Gleichheit hochhalten. Es liegt daher in unserer Verantwortung, verbesserte Lösungen zu entwickeln, anstatt auf aggressive Pushbacks an den Außengrenzen Europas oder auf Massenunterbringungen in Lagern mit unmenschlichen Lebensbedingungen zurückzugreifen. Das Recht, in einem sicheren Land zu leben, sollte nicht als Privileg, sondern als grundlegendes Menschenrecht betrachtet werden.

Deutschland
2023

Yuqiao Li

Handy Sucht

Lichter aus. Körper verdreht. Ein Auge geschlossen.
Das nächtliche Ritual beginnt.
Stunden vergehen in der Stille, der Bildschirm leuchtet –
bis sich die Wirbelsäule krümmt, der Nacken steif wird,
und die Augen langsam vergessen, geradeaus zu schauen.
Sie sind nicht blind.
Nur… auf einen anderen Winkel fixiert.

China
2025

Michał Stachacz

Männlicher Selbstmord

Drei Viertel aller Selbstmorde werden von Männern begangen. Dieses Plakat bezieht sich auf das Symbol des Mars – ein Kreis mit einem schräg nach oben zeigenden Pfeil, der für Männlichkeit steht. Hier markiert der Pfeil auch den Eintrittspunkt einer Kugel.

Polen
2025

Julia Dettki

Klarer Fall von Rassismus

Hautfarben sind nur Farbfelder, warum sollte man sich von diesen irritieren lassen oder sogar durch diese ausgrenzen oder feindlich werden. Wer entscheidet ab welchem Farbfeld jemand zu den guten, oder zu den schlechten gehört?
Es gilt die Trennung zu stoppen und die Farben zurück zusammen zu führen.

Deutschland
2014

Leander Aßmann

Überwachungserlass

YES WE SCAN! Klingt ganz richtig, aber ist es offensichtlich nicht. Präsident Obama hat seine eigentliche Behauptung tragischerweise über Nacht geändert, als die Wahrheit ans Licht kam. Achten Sie auf die Lücke!

Deutschland
2014

Mehdi Pourian

Capitalism

As a graphic designer the basis of my art-work is often world issues that bother me. Recession is one of these matters for which I designed my poster titled Capitalism. Colorful hats are metaphors of a Capitalist society which invisibly deceives its members and as a result, economic pressure is born. The culture industry produces the cultural commodity which is the sale of similar mass produced goods. This industry produces these products based on the human perception of life. The net result is anti-enlightenment or public manipulation to ensure and limit independent thought, thinking, and judgment. All this is achieved by the culture industry while making the masses believe that this is new and exactly what they’re looking for. The result forces the public to conform to the system and capitalism at large and prevents critical thinking.

Kanada
2012

Nicole Martin

#freepalestine

7. Oktober 2023: Ein weiteres Kapitel in einem jahrzehntelangen Völkermord.
Im Jahr 1947 schlugen die Vereinten Nationen die Teilung Palästinas in zwei Staaten vor: einen arabischen und einen jüdischen. Dem Plan zufolge sollten 1,3 Millionen Palästinenser 44 % des Landes erhalten, während 600 000 Juden 55 % erhalten sollten. Damit wären die Palästinenser zu einer Minderheit in ihrer eigenen Heimat geworden. Die beiden Staaten sollten wirtschaftlich miteinander verbunden werden, aber der arabische Staat und die palästinensische Führung lehnten den Plan ab. Er wurde nie umgesetzt.
Israel wurde gegründet, und es kam zum Krieg. Bis heute werden die Palästinenser aus ihren Städten und Dörfern vertrieben.

Deutschland
2025

Anja Rausch

Hart wie Kruppstahl

Dieses malerische Zitat Hitlers über den deutschen Jungen ist weltbekannt. Naiv vergleichend ebenso wie flach.

Deutschland
2016

Darry Landberg

Not being normal is awesome

Wir leben in Zeiten, in denen gesellschaftliche Normen überdacht und erweitert werden, was erstaunlich und vielversprechend ist. Als ich jedoch einige Artikel über die sich erweiternde Definition von Normalität las, dachte ich, dass es immer Individuen geben würde, die nicht in das neue Normalitätsparadigma passen würden. Ich glaube, es gibt einen Haken in dieser Diskussion: Indem wir normal definieren, heben wir auch unsere Unterschiede hervor. Die Idee dieses Posters war also, zu zeigen, dass es auch eine unglaubliche Erfahrung sein kann, nicht dazuzugehören, und dass es nichts Abnormales ist, nicht normal zu sein. Das Poster ist ein wenig ironisch, da die Kreatur ihren eigenen Schwanz anzündet (oder ihn beißt, die Interpretation bleibt den Betrachtern überlassen). Das Poster wurde von Hand mit Acryl auf Papier gezeichnet.

Russland
2021

Johanna Daum

True story, I’m sorry!

Oh du Vereinigte Nation Amerika! Du Land, dass mit den Phrasen „I have a dream“ und „yes we can“ in Erinnerung geblieben ist und nun mit den Worten „grab them by the pussy“ abgelöst wurde. ein aggressives, zu lange in der Sonne geschmortes kleines Würstchen mit schlechtem Toupet, hat es nicht nur geschafft vom Arschloch zum Millionär zu werden, sondern ist nun auch noch, zum Schrecken aller, zum Präsident der Vereinigten Staaten gewählt worden. Ob mit oder ohne fake News kratzt doch mittlerweile niemanden mehr.

Ich, Johanna Daum, bin wütend! Mich macht es wütend, dass dieser karottige Riesenarsch nun Sexismus, Rassismus, Menschenverfolgung und Mauerbau frei propagieren kann und von der Welt auch noch Applaus dafür erntet.

Es ist eine wahre Geschichte liebe Kinder und es tut mir leid. Die Geschichte ist einfach so passiert wie dieses Foto, dass ganz urplötzlich, ohne sich anzukündigen, beim Grillen am Rhein mit meinem Smartphone geschossen wurde. Es wurde lediglich etwas zugeschnitten und ausgerichtet. Photoshop konnte im Bett bleiben.

Oh du Vereinigtes Amerika! Wie sehr es mir doch in der Ritze juckt, wenn ich an dich denke.

Deutschland
2017

Jennifer Barth

Schaffa, Schaffa Häusle Baue

Mein Plakatentwurf thematisiert die Absurdität eines Lebens, das sich fast nur ums Arbeiten dreht – gefangen im Alltagstrott einer Arbeitergesellschaft, in der kaum hinterfragt wird, warum wir tun, was wir tun. Statt zu leben, „funktionieren“ wir – Tag für Tag, ganz nach dem Motto: „Schaffa, schaffa, Häusle Baua.“

Die zentrale Bildidee basiert auf einer Fotografie, die ich in Reykjavík, Island, aufgenommen habe: eine Steinstatue mit einem schweren Fels auf dem Kopf. Für mich symbolisiert sie das erdrückende Gewicht gesellschaftlicher Erwartungen. Inspiriert von diesem Motiv, habe ich sie in meinem Plakatentwurf in Rosa eingefärbt – als Sinnbild für die Scheinwelt, in der wir oft leben, gefangen in einer Blase aus Arbeit, Konsum und Anpassung.

Deutschland
2025

Benedikt Wienerroither

Wütend auf…

Im Kontext der Gestaltung verweist das Poster auf mich selbst. Ich bin wütend auf mich selbst. Wütend, dass ich oft nicht wütender auf mich selbst bin. Im Kontext der Präsentation richtet sich diese Wut plötzlich auf dich. Ich bin wütend auf dich, weil du oftmals nicht wütend genug auf dich selbst bist. Und ich bin wahrscheinlich nun auch wütend auf dich, weil du das Konzept hinter diesem Poster möglicherweise nicht verstehst.
Wir richten unsere Wut immer nach außen und vergessen, wie heuchlerisch und unreflektiert wir dabei eigentlich sind. Es ist verdammt einfach, auf andere zu zeigen und seine Wut darauf auszurichten, anstatt auf sich selbst. Ironischerweise macht dieses Poster genau das.

Österreich
2025

David Benski

Work-Life-Balance

Als Gestalter liebt man doch was man tut? Und ständig am Rödeln zu sein scheint ganz normal. Dieses Plakat möchte daran erinnern, dass das Leben noch mehr zu bieten hat.

Yoko Ono hat da einen Rat zur Selbstfürsorge: Schau auf deinen Bildschirm und nimm die Gefühle in dich auf. Hör auf zu arbeiten, wenn der Boden oder dein Laptop zu heiß werden.

Deutschland
2017

Andrew Lewis

Choose

Kanada
2010

kikkerbillen

Libertas, Securitas, Justitia

“Libertas, Securitas, Justitia” lautet das Motto der EU-Grenzschutzagentur Frontex.
Ihre Einsätze im Mittelmeerraum sind völkerrechtlich bedenklich und reduzieren dieses Motto auf einen einzigen Begriff:
Sicherheit um jeden Preis.

Deutschland
2011

Moises Romero

Empty Ideas

Many African children (and non african) have chronic hunger. Situation that puts them at disadvantage and their life expectancy is very low. This terrible situation generates, among other undesirable consequences, the development of their life.

Mexiko
2012

Monika Aichele

Me and all the things I love

Wir erschaffen unsere eigene Welt.
Unser kleines Universum.
Eine Welt von egozentrischen Individualisten.

Deutschland
2013

Andrea Schulz & Christoph Engelhard

Wo zum Henker

Die Todesstrafe ist ein kontroverses Thema. Trotz unserer weltweit humanistisch geprägten Gesellschaft, gibt es immer noch Länder die den geradezu mittelalterlichen Weg der Bestrafung bestimmter Verbrechen durch den Tod des Beschuldigten zu sühnen versuchen. Die Frage wie es gerecht sein kann ein Unrecht wie den vorsätzlich herbeigeführten Tod eines Menschen durch gleiches Unrecht zu vergelten, ist etwas was für uns nicht zu akzeptieren und erst recht nicht nachzuvollziehen ist. Wir denken, dass bei gründlichem und gewissenhaftem Nachdenken jeder Mensch zu diesem Schluss kommen sollte. Der Fakt, dass es hier bei uns in Deutschland nicht mehr zu so unmenschlicher Bestrafung kommt, sollte nicht dazu führen, dass man aus den Augen verliert, dass in vielen Ländern der Erde immer noch so verfahren wird.

Deutschland
2013

Tobias König

Fleisch

Der Fleischkonsum ist so hoch wie nie. Jährlich werden Milliarden Tiere durch ein System geschleust, das sie möglichst effizient tötet und verarbeitet. Ethisch, ökologisch und gesundheitlich ist das höchst problematisch.

Schweiz
2025

Maryam Khaleghi Yazdi

Chernobyl’s Gifts

One of the most important question in the world that doesn’t have any answer is: How much does it cost to develop the world? Please see the costs at this poster and judge!

Iran
2012

Lara Dähne

Der Wanderer über dem Nebelchaos

Ein scheinbar idyllisches Landschaftsgemälde entpuppt sich als zerstörerischer Atomwaffentest des jüngsten Diktators der Welt.

Laufend starten die Nordkoreaner neue Atom- und Raketentests und man fragt sich, wann das nukleare Wettrüsten endlich ein Ende nimmt.

Deutschland
2018

Marula Di Como & Florencia Young

Migrantinnenjob

Im Stadtraum mittels Piktogrammen sichtbar zu machen, was diejenigen denken und fühlen, die ihr eigenes Land verlassen haben und nun in einem neuen Land leben, ist das Ziel von migrantas. Schlüsselelemente und Gemeinsamkeiten der Migrationserfahrungen kristallisieren sich nach sorgfältiger Analyse von Zeichnungen aus verschiedenen Workshops heraus. Die zentralen Motive werden von migrantas grafisch-künstlerisch in Piktogramme umgesetzt – eine visuelle, für alle verständliche Sprache.

Deutschland
2013

Aurore Huberty

Wo die Wände aus Pappe sind

Dieses Plakat macht sichtbar, was die Welt oft zu verbergen versucht: Obdachlosigkeit, Slums und Favelas. Tausende solcher Orte existieren weltweit – von der Gesellschaft an den Rand gedrängt. Durch kräftige Farben und überlagerte Kompositionen rücke ich sie ins Licht – als Symbol für das enge, überfüllte Zusammenleben. Die begrenzte Plakatgröße steht für den mangelnden Raum. Überlagerte Rechtecke markieren die viel zu kleinen Lebensflächen. Die verstreute Typografie symbolisiert Menschen, die auf der Suche nach Stabilität, in Bewegung sind und an eine nachhaltige Zukunft glauben. Diese Arbeit ist ein Appell, hinzusehen – denn hinter jedem ungewöhnlichen Zuhause steht ein Mensch.

Schweiz
2025

Max Hathaway

19-year-old Moroccan woman looked nervous as she waited in line at the land border crossing in Ceuta

Als die Grenzbeamten den Koffer im Gepäckscanner durchleuchteten, entdeckten sie den Jungen darin. Die Frau und der Vater des Kindes, der sich kurze Zeit später zeigte, wurden von der Guardia Civil festgenommen. Wie sich dann herausstellte, sind die Beiden ein Ehepaar. Die internationale Nachrichtenagentur Associated Press verbreitete ein Foto, das den Bildschirm des Gepäckscanners zeigt. Der Ausschnitt des Bildes, der das Kind im Koffer zeigt wurde digital herausgetrennt, perspektivisch begradigt, in Kontrast und Helligkeit korrigiert und mit einem Farbraster-Filter bearbeitet.

Deutschland
2015

Till Kraschutzki

Einfalt is‘ für’n Arsch

Das deutsche Wort „Einfalt“, das eine gewisse Begrenztheit des Verstandes bezeichnet, setzt sich
zusammen aus dem Wort „ein“ und dem Wort „Falte“.
Insofern ist Einfalt – dem Wortursprung nach – ebenso etwas, das auf das menschliche Hinterteil zutrifft.

Deutschland
2014