Toshifumi Kawaguchi
Radioactive Milk
Nuclear disaster contaminates many food such as milk, mushrooms, fish, vegetables, meats, fruits, rice, tea and etc. Once it happens, it will make the nature continue to be contaminated because of long half-lives of radioactive materials (those of Sr-90 and Cs-137 are about 30 years). Unstable damaged Fukushima nuclear power plants still emit radioactive materials to the environment. I live in Tokyo, and like many other people I have had fears for invisible radiation since last year, which was often invoked when I thought what to eat. I have expressed in this poster what I have felt in this pessimistic daily life. Nuclear power is very destructive to both the nature and our lives.
Japan
2012
Vivien Staff
Die Leere kotzt mich an
Wohn- und Gewerbeflächen in Städten sind rar und teuer. Für eine nachhaltige Stadtentwicklung ist der Umgang mit Ressourcen essenziell, zu denen auch der Gebäudebestand zählt. Dieser verfügt nicht nur über einen gesellschaftlichen oder rationalen Wert, sondern stellt auch einen Raum für Möglichkeiten, für neue Ideen der Nutzung dar. Durch Einsatz, Engagement und aktives Handeln können neue attraktive Nutzungsstrukturen eröffnet werden.
Es muss ein größeres Bewusstsein für Leerstände in der Bevölkerung und der Stadt geschaffen werden. Das Poster soll auf die Problematik „Leerstand“ hinweisen und den Betrachter zum Nachdenken anregen. Mit dem Spruch „Die Leere kotzt mich an“ verleiht das Poster dem Leerstand einen persönlichen Ausdruck – er spricht mit uns. Er beklagt sich über seinen Zustand und fordert auf etwas daran zu ändern.
Deutschland
2019
Toan Vu-Huu
Xenophobia
Deutschland
2010
Lex Drewisnki
Police
Ein Plakat gegen zunehmende Polizeibrutalität.
Deutschland
2017
Déborah Mayer
Zukunftsvision
Ritalin ist »das« Mode-Medikament unserer Zeit, welches meiner Meinung nach viel zu oft und viel zu schnell aktiven Kindern verabreicht wird, um sie der Norm anzupassen. In meinem Plakat wird im hyperrealistischen Stil eine Zukunft dargestellt, in der Ritalin als grundlegende Zutat in Produkten für Kinder eingesetzt wird. So beispielsweise in der schweizweit bekannten Eissorte »Rakete« von Frisco (Nestlé).
Schweiz
2015
Julia Löffler
RECHT FERTIGEN
Wer entscheidet über Rechte ?
Rechte für wen und Rechte von wem?
Kann man Menschen mit Gesetzen kategorisieren?
Ist es manchmal schlichtweg einfacher, sich an Paragraphen zu klammern und damit die eigene Verantwortung von sich zu schieben?
Deutschland
2016
Benedikt Wienerroither
Wütend auf…
Im Kontext der Gestaltung verweist das Poster auf mich selbst. Ich bin wütend auf mich selbst. Wütend, dass ich oft nicht wütender auf mich selbst bin. Im Kontext der Präsentation richtet sich diese Wut plötzlich auf dich. Ich bin wütend auf dich, weil du oftmals nicht wütend genug auf dich selbst bist. Und ich bin wahrscheinlich nun auch wütend auf dich, weil du das Konzept hinter diesem Poster möglicherweise nicht verstehst.
Wir richten unsere Wut immer nach außen und vergessen, wie heuchlerisch und unreflektiert wir dabei eigentlich sind. Es ist verdammt einfach, auf andere zu zeigen und seine Wut darauf auszurichten, anstatt auf sich selbst. Ironischerweise macht dieses Poster genau das.
Österreich
2025
Jiang Yinggui
What do we need?
What we need is the Statue of Liberty or the same God like Chairman Mao! What do we really need: Freedom? Democracy? Or a common culture of the world? I combined the Chinese and Western symbols to express the embarrassment of a reality show that brings all the confusion of the cultural differences.
China
2012
Yao Cui
Bombing is not justice!
Der Einsatz von militärischen Drohnen hat die Risiken und Kosten von Bombardierungen stark reduziert. Für bestimmte politische Autoritäten und Interessen bietet die neue Technologie die Bequemlichkeit, unschuldigen Zivilisten im Namen der Gerechtigkeit zu schaden. Angesichts gewalttätiger Taktiken wie Bombardierungen heult die Figur auf dem Bild aus tiefstem Herzen: NEIN!
China
2021
Moritz Borchardt
Zeitgeist
Das Plakat entstand im Zusammenhang mit den Trends der Berichterstattung einiger großer Online-Zeitungen, eines Tages im Oktober 2017. Beim Scrollen durch die Feeds wurde eine starke Diskrepanz zwischen positiver und negativer Berichterstattung, zwischen Wichtigem und Nichtigem, erkennbar. An machen Tagen erzeugt das ein ungutes Gefühl, an anderen stumpft es ab.
Deutschland
2018
Brid Hofmann
Multiple Choice
Seit vielen Wochen und Monaten dominieren die immer aberwitziger werdenden Schleifen und Haken der britischen Farce um den Brexit die europäischen Nachrichten und blockieren den Platz für weitere, ggf. viel dringlichere Themen. Dass die führenden Politiker einfach zugeben, dass man sich ziemlich verrannt hat, scheint keine Option zu sein. Manche angedachten Vorschläge sind inzwischen verwässert und wirken fast beliebig. Eine Abstimmung ist eine Abstimmung? Manchmal ist es besser, an den Ausgangspunkt zurück zu gehen.
Deutschland
2019
Julius Voigtländer
Gemäßigte Rebellen
Eine schnelle Skizze (Kuli auf Haft-Notiz) als ironischer und entblößender Ansatz zur Klärung der in gleichem Maße paradoxen wie irreführenden Begrifflichkeit „gemäßigte Rebellen.“ Eine maskierte Person sitzt vor einem TV-Gerät. Das Gewehr in der einen, die Fernbedienung in der anderen Hand, scheint die Person gerade nicht in Stimmung zu sein, für die Rebellion. Die eigene Unlust betont sie mit den umgangssprachlichen Worten „Heute kein Bock!“.
Deutschland
2017
Lars Hansen
Zeichen setzen
Die Sprache entwickelt sich weiter: ein visuelles Statement für Vielfalt und Inklusion. Im Deutschen werden zunehmend Symbole wie *, : oder – verwendet, um geschlechtergerechte Sprache zu kennzeichnen. In dieser Arbeit ersetzen sie die Vokale und machen den sprachlichen Wandel deutlich sichtbar.
Deutschland
2025
Natalya Vasilenko
Wir können nicht aufhören, nach Geld zu streben
Wir rennen im Kreis, um Geld zu verdienen, versuchen, schneller und mehr zu verdienen. Das Leben wird zu einem sportlichen Wettbewerb. Wenn wir einmal angefangen haben zu rennen, werden wir nie wieder aufhören, denn es gibt kein Ziel.
Russland
2023
Christina Hermainski
Time For A Cahnge
In der heutigen Zeit, in der unsere Gesellschaft durch nationale und internationale Geschehnisse gespalten wird und rechtspopulistische und rückwärtsorientierte Parteien zuletzt immer erfolgreicher wurden, ist es umso wichtiger gemeinsam für eine Veränderung der aktuellen politischen Situation zu kämpfen!
Deutschland
2019
Henning Ramke
Jedes Museum, überall, die ganze Zeit.
Besucht man im Jahr 2023 eine Kunstausstellung, so bekommt man den Eindruck, dass die Mehrheit der Besucher die Zeit damit verbringt, eine Reproduktion des Werkes mit ihrem Smartphone oder ihrer Kamera zu erstellen.
Laut einer Studie verbringen Besucher durchschnittlich 27 Sekunden vor einem Kunstwerk. Doch ein Kunstwerk sehen, verstehen, darüber zu reflektieren und alle sensorischen Wahrnehmungen wertzuschätzen, die nur das unmittelbare Erlebnis bieten kann, braucht Zeit.
Nimm dir die Zeit.
Es lohnt sich.
Deutschland
2023
Julia Löffler
Sprachlos
In der Türkei werden Journalisten und Aktivisten verhaftet und mundtot gemacht.
Deutschland
2017
Hendrik Schwab
Wir sind!
Wir sind das Volk! Waren die Sprechchöre im Rahmen der Wiedervereinigung noch der Ausdruck für den friedlichen Umbruch, stehen sie nunmehr für die Demonstration plumpen puren Hasses:
„Wir sind voll, hier ist kein Platz für Flüchtlinge, kein Platz für frische Gedanken. Wir sind voll mit der Angst vor dem Unbekannten, voll mit den falschen Antworten auf die falschen Fragen.“
Ihr seid voll, kommt mal klar!
Deutschland
2016
Götz Gramlich
Zwischen den Zeilen
Deutschland
2010
David Jimenez
Mut zur What
Das erste Mal, als ich etwas über den Wettbewerb hörte, dachte ich »Mut zur was?«, weil ich nicht verstanden habe, um was es ging. Später, als ich die Teilnahmebedingung las, habe ich die Bedeutung dieser drei Worte verstanden. Manchmal brodeln wir innerlich und besitzen Mut, aber wir sind uns nicht sicher, wie wir diese Wut umwandeln sollen, da wir keinen geeigneten Weg finden und eher dazu geneigt sind zu tun, was die Massen zu tun.
Ecuador
2015
Jan Aniobi
Diskutieren statt plakatieren!
Das Plakat greift die Gestaltung von typischen deutschen Verbotsschildern auf.
Signalwirkung und Befehlsform werden beibehalten auch um mit den Sehgewohnheiten zu spielen. Das Verbot „Diskutieren statt plakatieren!“ spielt direkt auf das Plakatierverbot an und ist als Aufforderung auf geistiger Ebene zu verstehen: Hin zu einer differenzierten Diskussionskultur und Weg von Schubladendenken und Slogans.
Deutschland
2016
Kleon Medugorac
Darfur
In Darfur a civil war has cost 300.000 human lifes and let 2,5 million people to flee the country since 2003. The government backed mounted militias „Dschandschawid“ destroy villages, massacring and raping the population. Famine and draught further worsen the lives of the people. In the media everyday life we don´t hear much about Darfur. Many can´t even place the word. Because of this „Darfur“ for me stands for the injustice in the world that we don´t know about or possibly don´t want to know about. It might be worth it to reflect on what is truly important in life and the world.
Deutschland
2012
Rasim Sarikaya
To Peace!
Symbole sind relativ. Je nach Gebrauch und Gebrauchsort variiert die Bedeutung von Symbolen. Manchmal ist ein Symbol für den einen bedeutungslos. Auf die gleiche Weise können Konzepte relativ sein. Manchmal sind es nicht mal Konzepte, sondern einfach Worte. Wie „Frieden“.
Türkei
2018
Jorge Chamorro
Same Old Story
Die Idee zu diesem Plakat entstand, als kürzlich die nordamerikanischen Ureinwohner des Stammes Sioux gegen den Bau der Pipeline durch ihr Reservat in North Dakota protestierten. Die Proteste machten international Schlagzeilen, nicht zuletzt auch wegen des exzessiven Einsatzes von Bereitschaftseinheiten der Polizei und des Militärs.
Dies ist jedoch nur der Ursprung der Gestaltung, die einen Bogen von der frühen Kolonialzeit bis heute spannen soll, um zu zeigen, dass sich die Gesichter der Unterdrücker und deren Auftreten zwar ändert, doch die Unterdrückung von Minderheiten ein unabdingbares Problem darstellt. Unterdrückung kennt keine Grenzen und kein Alter!
Spanien
2019
Felix Kosok
Content Is Missing
Donald und Ich haben dieses Poster zusammen gestaltet. Er ist ein Riesen Fan meiner Arbeit. Wir haben umwerfende Arbeit geleistet. Umwerfend. Das Design ist echt der Hammer. Wir haben Grafikdesign wieder groß gemacht. Danach sind wir Golf spielen gegangen und haben Schokoladenkuchen gegessen. Es war ein wunderschönes Stück Schokoladenkuchen, soviel kann ich verraten.
Deutschland
2017
Nina Hanzelic
Mama
Seien wir ehrlich: Zwischen Teilzeit, Hausarbeit und Care-Arbeit arbeiten Mütter doch Vollzeit. Niemanden interessiert es, ob sie die Tools, die Zeit oder die Kraft dafür haben. Sogar der freie Tag wird genutzt, um endlich einen HNO-Termin zu organisieren, ein Geburtstagsgeschenk für die Kinderparty am Samstag zu kaufen, nach größeren Schuhen zu schauen, den sauberen Wäscheberg einzuräumen und eine neue Sonnencreme zu besorgen.
Eigentlich ist Mama doch nur eine Abkürzung für Mach mal. Unbemerkt und unbezahlt natürlich.